Heiter bis wolkig

Eigentlich sollte ich. Aber das will ich gerade nicht. Schaue lieber, in der Hängematte liegend, in die Weite hinein. Höre ein Rauschen. Spüre Sand unter mir. Lasse ihn durch meine Finger hindurch gleiten. Und meinen Blick schweifen. Weit vorne, an der feinen Linie zwischen Horizont und Meer, senkt sich die Sonne. Hinterlässt ein Feuerfunkeln. Und eine Spur der Erinnerung, die sich zeichnet.

Sie verblasst. Wie alles. Kann sie nicht halten. Noch greifen. Wie eine Pusteblume den Samen, trägt sie den Hoffnungsschimmer mit sich hinfort. Über den seidenen Faden von Vergänglichkeit und Neubeginn hinaus. Dorthin, wo alle Geschichten beginnen und ebenso ihr Ende finden. Zeit also, für eine Neue.

Das Buch in meinen Händen. Voller leerer Seiten, die gefüllt werden wollen. „Schreib deine Seele aufs Papier“, flüstern sie geheimnisvoll. Der Stift wartet längst darauf. Von Zauberhand geführt, magisch zu weben. Mal tief und gewaltig tobend, wie ein vom Sturm gepeitschter Ozean. Mal wispernd leise, wie der Wind in den Weiden. Oder einem verschlingenden Feuerteppich gleich. Nun muss ich bloß noch die richtigen Worte finden. Jene, die aus Gedanken eine Welt erschaffen, in der ich angekommen bin.

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