98 Luftballons

Wir träumen. Wie immer, im Sommer. Und das Leuchten der Sonne trägt uns weit. Die ganze Welt liegt uns zu Füßen. Wir tanzen barfuß darauf. Irgendwas in uns erstrahlt. Macht uns zu Leuchtkäfern auf blauem Grund. Und die flirrend pulsierende Metropole zu unsrer Bühne. Haut an Haut. Die sich nimmt. Verlangend. Verzehrend. Vielversprechend. Während die Zeit im Universum baden geht. Sich endlos dehnt. Die Tage ziehen dahin, wie Flüsse aus Gold. Jede Berührung, eine Metapher für die Unendlichkeit. Und synonym gewordenes Bestreben, ewig zu leben. Im Schaum dieser Dämmerung. Bevor der Herbststurm kommt. Und die Blätter mit sich nimmt. Was dann bleibt, ist Erinnerung. Verpackt in 98 Luftballons. Die lassen wir frei und sperren das Menschsein nicht länger ein. Es erschreckt uns nichts, hält uns nichts. Wir sind Zukunft und Vergangenheit. Beides zugleich. Ein Kompositum, aus Zwei an einem Tag. Oder anders gesagt: Elliptisch erstrebte Ewigkeit.

2 Kommentare zu „98 Luftballons

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