Zündstoff

Nichts mehr wollen, als das Prasseln des Feuers. Und das Leuchten der Sterne über mir. In einem Raum ohne Glas und Spiegel. Da ist nichts, das ich so sehr begehre. Dass es mich aus der Ruhe bringt. Einfach sitzen, still ins Lodern schauend, die Funken sprühen lassen. Selbst zum brennenden Element werden. Den Weg bestimmen, den die Kraft nimmt. Wallend. Wogend. Am Webstuhl der Zeit drehend, die rückwärts läuft. Bahnt die Flamme ihre Wege, wie die Qualle. Durch ein Geflecht aus Dehnung und Zusammenhalt. In sich leise, ist sie nicht still. Umzüngelnd, lohend, flammend greift sie sich. Ohne in Besitz zu nehmen. Sie verbrennt sich nicht, oder? Sondern nur, was des Brennens würdig ist. In gebündelter Form, eine anmutig weise Kraft. Entfesselt, jedoch ein gewaltiges Ungeheuer. Das nach Vergänglichkeit schreit. Und alles frisst, gierig verschlingend, was sich entgegenstellt. Der Geist will, fühlt sich der Mensch auch schwach, Materie bewegen. Und die Entscheidung zwischen These und Antithese liegt bei uns. Oder nicht? Sind wir doch die Zeugen der Zeit, die realtiv tickt. Ein offenes Geheimnis, das keins ist. Sondern bloß den Zündstoff für’s gegenwärtige Sein liefert. Setzen wir erst den Geist ins Feuer hinein.

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