Tertium Comparationis

Bin erst über den großen Teich geflogen. Hab darüber gekreist. Bisschen so, als hätte ich die Orientierung verloren. Bin schließlich hinabgestürzt, wie ein Tropfen gefallen. Sekundenschnell in Zeitlupe eingetaucht. Jetzt sitze ich hier. Höre die ganze Zeit das Meer rauschen, in mir. Führe im Inneren Unterhaltungen. Mit einem, dem Unbekannten. Und frage mich, ob er mich hören kann. Das ist so schräg, wie inspirierend. Denn, was übrig bleibt, sind Konturen von Körper und Geist. Und dazwischen der Wind, der dem Atem gleicht. Der mich mitgenommen hat, auf seine Reise. Er streicht, fegt über die Blätter hinweg. Lässt neue Gedanken entstehen. Zwischen Tag- und Wachtraum lange gefangen, verbindet ein Drittes nun die Lücke, die sich geschlossen hat. Das Leben, eine Sequenz. In der Retrospektive begreiflich. Eigentlich kein offenes Geheimnis! Trotzdem muss ich den Kopf schütteln. Über mich. Weil endlich Worte und Buchstaben ein Bild zeichnen, von der Hand die schreibt. Und dem Menschen dahinter. Da sich ein Fenster geöffnet hat.

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