Zwei

Eine unsichtbare Hand nimmt dem Tag das Licht. Erwacht, am Morgen danach, in der Schwere meines eigenen Gewichts, wälze ich mich durch die launenhafte Verwirrung nächtlicher Dunkelheit. Im dämmerlichen Schein spreche ich zum Geist meines Selbst: »Das Zwiegespräch mit dir löst Verlangen aus nach dem Unsichtbaren; der stillen Erhabenheit. Dem Verstand weit überlegen«. Des Geistes Hand legt sich auf meine Haut. Und ich schmecke die Last vergangener Tage. Sie brennt das Aufgewühlte fort. Was bleibt, ist eine neue Seite. Sie trägt den Geist des Erkennens in meine Gegenwart hinein. Und der Tag erwacht – pochend neu, ohne Gnade. So offen der Geist, so frei die Welt. So hell ihr Schein, so tief ihre dunkle Seite. Alles hat Zwei. Zwingt zu entscheiden.

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